• Argumente

  • Väter wollen heutzutage Verantwortung übernehmen

    Mutter am Herd, Vater bei der Arbeit – das entspricht nicht mehr der Realität moderner Familien. Meist sind beide Elternteile erwerbstätig. Und selbst wenn die Mutter unbezahlte Care-Arbeit in der Familie leistet, will der Vater seinen Teil der Verantwortung tragen. Dazu gehört die Zeit nach der Geburt, denn gerade diese Zeit ist prägend für das ganze weitere Familienleben.

    Eine Gesellschaft ist so stark wie ihre Familien - das hat Corona gezeigt

    Die Corona-Krise zeigt, dass solide Familienstrukturen bei grossen gesellschaftlichen Herausforderungen entscheidend sind. Funktionierende Familien bilden das Rückgrat einer stabilen Gemeinschaft. Der Vaterschaftsurlaub trägt zu einer ausgeglichenen Familienentwicklung bei und ist damit eine Investition in eine krisenresistente Gesellschaft.

    Der Vaterschaftsurlaub ist gut für die KMU

    Ein gesetzlich geregelter Vaterschaftsurlaub gibt den KMU gleich lange Spiesse wie den Grosskonzernen, die sich heute schon einen Vaterschaftsurlaub leisten können. Die Kosten für den Vaterschaftsurlaub werden auf alle Erwerbstätigen und Arbeitgeber verteilt. Das macht den Vaterschaftsurlaub günstig und gibt den KMU Planungssicherheit. Der Vaterschaftsurlaub steigert so die Attraktivität der KMU für junge Fachkräfte.

    Vaterschaftsurlaub ist Arbeitszeit, nicht Ferien

    Genauso wie Schwangerschaft und Kindbett keine leichte Zeit sind, ist der Vaterschaftsurlaub kein zusätzliches Ferienvergnügen. Vaterschaftsurlaub ist intensive Arbeit in der Familie und soll die Belastung gleichwertiger verteilen.

    Vaterschaftsurlaub ist eine bezahlbare Lösung

    Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub kosten auf dem Lohnzettel pro Monat nicht mehr als eine halbe Tasse Kaffee. Der Vaterschaftsurlaub ist ein grosser Schritt für die Väter zu einem günstigen Preis.

    Die Schweiz ist ein familienpolitisches Entwicklungsland

    Im Vergleich zu Europa steht die Schweiz beim Thema Vaterschaftsurlaub steinzeitlich da. Das ist nicht nur peinlich, es ist auch schädlich für die Wirtschaft. Weltweit arbeiten die besten Köpfe für Unternehmen, die grosszügige und moderne Arbeitsbedingungen für Familien anbieten. Dazu gehört auch ein Vaterschaftsurlaub. Er muss in der Schweiz zu einem Grundpfeiler der Wirtschaft werden.

    Vaterschaftsurlaub erleichtert den Frauen den beruflichen Wiedereinstieg

    Viele Frauen mit guter Ausbildung gehen der Wirtschaft verloren. Die Weichen für eine weitere Berufstätigkeit stellen sich oft schon in den ersten Tagen nach der Geburt. Fühlt sich frau da entlastet und unterstützt, entsteht auch genug Vertrauen, um eine Perspektive zurück in den Beruf zu entwickeln. Der Vaterschaftsurlaub ist ein elementares Instrument dafür.

    Vaterschaftsurlaub ist ein kleiner Schritt zur Gleichstellung

    Mütter und Väter sind nach Verfassung gleichberechtigt und gleichwertig. Vaterschaftsurlaub ist ein erster Schritt in Richtung fairer Aufteilung von bezahlter und unbezahlter (Care-)Arbeit.

    Väter müssen heutzutage nach der Spitalentlassung da sein

    Spitalaufenthalte nach der Geburt wurden in den letzten Jahren sehr stark verkürzt. Damit sich Mütter von der Geburt erholen können, brauchen sie Unterstützung. Der Vater soll diese bieten dürfen, wer sonst?

    Vaterschaftsurlaub nützt den Babies

    Der Vaterschaftsurlaub stärkt Familien, Gesellschaft und Wirtschaft. Er ist somit eine Investition in eine gute Zukunft. Diese Investition zugunsten der nächsten Generation kommt also zuallererst den Babies zugute.

    Vaterschaftsurlaub als Recht für alle (!) Arbeitnehmer

    Alle Väter in der Schweiz sollen einen Vaterschaftsurlaub haben. Gerade Arbeitnehmer, die keinem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen und weniger gute Arbeitsbedingungen haben, erhalten heute keinen Vaterschaftsurlaub, sondern einzig den einen freien Tag für die Geburt.

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